Marl (ots) – Während einer Rangelei mit zwei weiteren Jugendlichen, stürzte gestern Abend (06. Oktober) ein 16-jähriger Jugendlicher aus Marl, in die Gleisanlagen des Bahnhofs Marl-Sinsen. Ein einfahrender Zug musste eine Schnellbremsung einleiten. Verletzt wurde niemand.
Gegen 19:13 Uhr hielt sich der 16-Jährige zusammen mit zwei Begleitern auf dem Bahnsteig im Bahnhof Marl-Sinsen auf. Vermutlich aus Langeweile “rangelten” die Jugendlichen miteinander, wodurch der junge Marler vom Bahnsteig in die Gleisanlagen stürzte. Der 32-jährige Triebfahrzeugführer, des zu diesem Zeitpunkt in den Bahnhof einfahrenden Zug RB 42, erkannte die tödliche Gefahr und leitet sofort eine Schnellbremsung ein.
Der 16-Jährige kletterte, glücklicherweise, nach dem Sturz, sofort zurück auf den Bahnsteig. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen die Personalien der drei Jugendlichen auf und belehrten sie über die Lebensgefahr, die von den Bahnanlagen/ Bahnbetrieb ausgeht.
In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei eindringlich auf die Gefahren von Bahnanlagen hin. Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze!
- Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung
oft erst sehr spät wahrgenommen werden!
– Beim Klettern auf Masten, Schutzeinrichtungen, Brücken und
abgestellte Schienenfahrzeuge entsteht eine lebensgefährliche
Nähe zum Oberleitungsnetz; dieses steht unter einer Spannung von
15.000 Volt!
– Nicht nur das Berühren der Oberleitung mit dem Körper oder mit
Gegenständen aller Art, sondern schon die bloße Annäherung ist
lebensgefährlich.
– Auf Grund schnellfahrender Züge ist der Gleisbereich zu meiden;
der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000m!
– Die weiße Linie auf dem Bahnsteig markiert den
Sicherheitsabstand zum Gleis. Daher nicht zwischen
Bahnsteigkante und der weißen Linie aufhalten.
– Gleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen überquert
werden!
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