Kongo, Krieg und unsere Handys, was hat das alles mit den Flüchtlingen aus Afrika zu tun?
Dies und viel mehr über Flüchtlinge und ihren langen Weg nach Deutschland, wurde anschaulich in dem „Missio-Truck“erklärt, der am Dienstag Station in Raesfeld vor der Kirche machte. Bereits Anfang des Jahres bestellte Pastoralreferent Ludger Picker den „Missio-Truck“. „Ich wollte den Raesfeldern die Möglichkeit geben, selber zu erfahren, wie so eine Flucht abläuft“, so Picker.
Das Schicksal der Mehrheit von Flüchtlingen ist für die meistens Jugendlichen weit entfernt vom Alltag. In dem Truck durchliefen die Besucher mehrere Stationen einer Flucht. Hier wurden am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo die Besucher durch die multimediale Ausstellung im Missio-Truck für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert.
Jeder Besucher bekam eine „Visitenkarte“ eines Flüchtlings in die Hand, auf den die Flucht speziell abgestimmt war „Ich fand es gut, dass ich selber ein Flüchtling darstellte. So konnte ich mich in dessen Lage versetzen“, sagte am Ende ihrer Reise die 15-jährige Lina Möllmann. „Gut war, dass man selber mitmachen konnte, wie zum Beispiel, was nehme ich alles auf meiner Flucht mit. Jetzt kann ich eine Flucht besser nachvollziehen“, so Kaja Baumeister.
„Ich persönlich fand es sehr gut, wie anschaulich eine Flucht aufgebaut war. Dabei habe ich viele neue eindrück über die Situation der Flüchtlinge bekommen“, sagte beeindruckt Lea Gierig (14 Jahre).
„Her im Missio-Bus geht es um die demografische Republik Kongo, speziell dem Osten des Landes, wo insgesamt 3,5 Millionen, hauptsächlich aus der Rohstoffregion, flüchten. Der Hintergrund ist, dass die Menschen dort von Rebellengruppen vertrieben werden oder teilweise in den Mienen für die Soldaten arbeiten und Zwangsabgaben leisten müssen“, so André Zimmermann, pädagogischer Begleiter von Missio.
Dieser Artikel Der lange Weg einer Flucht wurde erstmalig veröffentlicht auf Heimatreport.